Das Gesetzt zur Einsparung von Energie und Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden, kurz GEG (Gebäudeenergiegesetz) ist am 1.11.2020 in Kraft getreten.

Es vereint und ersetzt die bisherige Energieeinsparverordnung EnEV, das Erneuerbare Energien Wärme Gesetz EEWärmeG und das Energieeinspargesetz EnEG. Dadurch wird das Energieeinsparrecht für Gebäude vereinheitlicht. Darüberhinaus gelten nun einheitliche energetische Anforderungen für Neubau und Sanierung bei Bestandsgebäuden.

Mit dem GEG wird außerdem die EU-Gebäuderichtlinie umgesetzt. Diese legt für Neubauten ab 2021 das Niedrigstenergiegebäude oder Fast-Nullenergiehaus als Standard fest. Die existierenden Vorgaben dafür wurden aber nicht weiter verschärft.

Darüberhinaus gilt ab sofort eine erhöhte Sorgfaltspflicht bei der Erstellung von Energieausweisen durch die Aussteller. Sie müssen die von den Haueigentümern bereitgestellten Daten sorgfältig prüfen. Sollte auch nur ein geringer Zweifel an der Richtigkeit der Daten bestehen, darf der Aussteller des Energieausweises diese Daten nicht benutzen. Zusätzlich müssen nun auch die CO2-Emissionen des Gebäudes im Energieausweis angegeben werden. Neben Verkäufern und Vermietern sind jetzt auch Makler dazu verpflichtet einen Energieausweis vorzulegen. Das hat zum Ziel, das die Qualität der Energieausweise verbessert wird.